2021 mfmpro 001 xxx

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium nahmen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 erfolgreich am „mfm-Projekt“ teil.

Ein kleines Wunder ist der menschliche Körper mit seinen Entwicklungen in der Pubertät. Ein kleines Wunder ist es auch, wie Leben entsteht. Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gingen im mfm-Projekt diesen Wundern nun auf den Grund.

 

Die Abkürzung „mfm“ steht für „my fertility matters“. „Ein kleines Wortspiel mit zwei möglichen Übersetzungen: ‚Alle Angelegenheiten rund um meine Fruchtbarkeit‘ oder ‚Meine Fruchtbarkeit ist wichtig!‘“, erklärt Lehrerin Ulrike Felbick, die das Projekt seit vielen Jahren für die Schule organisiert. Anders als im Biologieunterricht, in dem mit viel Fachwissen eher die „Kopf-Ebene“ angesprochen wird, werden im mfm-Projekt gleichwertig und in gleichem Maße Gefühle und Fantasie einbezogen, so die Pädagogin. Dafür kommen speziell ausgebildete Referentinnen und Referenten des Projekts an die Schule. Sie begeben sich mit den Mädchen und Jungen in kleinen, getrennten Gruppen auf eine spielerische Entdeckungsreise über den Körper. Die kam gut an bei den Jungen und Mädchen aus der Klassenstufe 6: „Ich habe so viel Neues gelernt, dass ich es gar nicht alles aufzählen kann,“ erzählte ein Schüler hinterher. Ein anderer Schüler war überrascht: „Dass es fast allen Jungen so geht wie mir, war mir vorher gar nicht so klar.“ Eine Sechstklässlerin zeigte sich erleichtert: „Irgendwie freue ich mich jetzt richtig auf meine Periode. Es wurde alles so verständlich besprochen, jetzt verstehe ich viel besser, was in mir drin passiert.“

In diesem Jahr war die Organisation aufgrund der immer wieder veränderten Pandemie-Lage und der sich häufig ändernden Auflagen für die Schule eine schwierige Aufgabe. So musste Organisatorin Ulrike Felbick die bereits geplanten Workshops immer wieder absagen und neu planen: „Ich hatte den Projekttag eigentlich schon fast abgeschrieben für unsere Sechstklässler. Aber einige Eltern, die ihn von älteren Geschwisterkindern oder von Berichten anderer Eltern kannten, fragten immer wieder bei mir nach. Das hat mich motiviert, es weiter zu versuchen“. Nun konnten die Workshops nach mehr als einem Jahr und unter strengen Auflagen endlich stattfinden.
Dafür mussten auch die Eltern gut eingebunden werden. Sie wurden über Inhalte und Methoden des Projekttags sowie das Hygienekonzept ausführlich informiert und freuten sich jetzt über die gelungene Umsetzung: „Wir haben uns gut überlegt, ob unsere Zwillinge trotz der aktuellen Umstände teilnehmen sollen. Aber es handelt sich um ein ganz besonderes Projekt, was wir für extrem gut und wichtig halten, geht es doch nicht nur um Aufklärung. Auch Missbrauch gehört zu den Themen, vor denen ich gehörig Respekt habe. Und ich denke, dass sich Kinder besser schützen können, wenn sie ihren Körper wertschätzen“, sagte Michaela Fürderer, Schulpflegschaftsvorsitzende am GSG, und dankte Lehrerin Ulrike Felbick für die Organisation.

Auch Schulleiterin Stephanie Friske und Stellvertreter Jens Austermann freuten sich über die erfolgreiche Umsetzung und richteten einen Dank auch an die Gelsenwasser-Stiftung, die im Rahmen ihres Bildungsprojektes „von klein auf“ die Workshops der Sechstklässler mitfinanziert hat und den Förderverein des GSG.

 

2021 mfmpro 003 xxx

.